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LEBEN IST BEWEGUNG

Um die ganzen Vorteile körperlicher Bewegung aufzulisten, bräuchte man eine ganze Seite.Bewegung stärkt das Herz, normalisiert die Blutfette und den Blutdruck, stärkt die Knochen, hilft gegen Depression und Stress, bringt bessere seelische Gesundheit und härtet das Immunsystem ab. Das sind nur ein paar Beispiele, wie umfangreich und positiv körperliche Bewegung unsere physische und psychische Gesundheit verbessert.

Man hört oft das Argument: „Aber ich kann nicht joggen. Ich bekomme gleich Gelenkschmerzen, ich bin einfach nicht der schnelle Typ.“ Es gibt eine wunderbare, langsamere Variante körperlicher Bewegung, die Walking heißt. Diese herrliche Ausdauersportart hat in Deutschland und auf der ganzen Welt immer mehr Anhänger. So gibt es zum Beispiel in den USA mittlerweile doppelt so viele Walker wie Jogger. 80 Millionen sollen es sein.

Was ist Walking? Im Gegensatz zum Joggen ist beim Walken immer ein Fuß auf dem Boden. Die Arme werden um 90° angewinkelt und schwingen entgegengesetzt zur Beinarbeit: Linker Arm, rechtes Bein und umgekehrt. Walking ist so beliebt, dass immer neue Varianten entstehen. Hier sind die fünf bekanntesten:

Energy-Walking: Schlank im Schnellgang
Sie machen schnelle, aber kleine Schritte und atmen bewusst. Schritte und Atmung sind aufeinander abgestimmt (zum Beispiel: vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen). Wer das kann, übt das Verlängern des Ausatmens (vier Schritte einatmen, sechs Schritte ausatmen). Diese Art von Walking setzt viel Energie frei, der Fatburn-Effekt (Verbrauch von Energie aus Fettgewebe) ist besonders hoch!

Jogg-Walking: Laufend besser werden
Jogg-Walking ist ein Intervalltraining, bei dem abwechselnd eine kurze Strecke gewalkt, dann wieder gejoggt wird. Das Training beginnt und endet mit einer Walkingphase (siehe Trainingsplan Joggen). Jogg-Walking eignet sich für fortgeschrittene Walker, die mehr für Herz und Kreislauf tun wollen oder daran denken, ins Lager der Jogger zu wechseln.

Power-Walking: Kraftvoll voran
Power-Walking wird häufig mit „Weight-Walking“ gleichgesetzt, denn jede Hand hält eine kleine Hantel, um die Intensität zu steigern. Vorsicht: nur etwas für Leute mit gesunden Gelenken und guter Kondition. Orthopäden raten wegen möglicher Schulterprobleme davon ab, Gewichte mitzunehmen.

Nordic-Walking: Mit dem Stock über jeden Stein
Nordic-Walking kommt aus Finnland. Trainiert wird mit langen Teleskopstöcken; die Hände steckt man meist in Schlaufen. Arm- und Schultermuskeln werden ebenso stark trainiert wie die untere Körperhälfte. Außerdem bieten die Stöcke Halt, wodurch die Gelenke weniger belastet werden. Gut geeignet für Menschen, die Rücken- oder Gelenkprobleme haben.

Hill-Walking: Langsam geht’s bergauf
Funktioniert nicht im Flachland, klar, und ist die intensivste und anstrengendste Form des Walking, denn bergauf kommt der Puls stark auf Touren. Hill-Walking ist ein super Konditionstraining für alle, die schon länger sportlich aktiv sind. Der Nachteil: Beim Bergabgehen werden die Knie stark belastet. Wer da oft Schmerzen hat, sollte lieber mit der Bergbahn zurück ins Tal fahren.
Wissen ist wichtig, aber noch wichtiger ist tun. Wer rastet, der rostet! Wir verlieren, was wir nicht trainieren. Probieren Sie die eine oder andere Art des Walking aus. Sie werden überrascht sein, wie gut es Ihnen tun wird. Es wird empfohlen, sich täglich mindestens 30 Minuten körperlich zu bewegen. Für diejenigen, denen das nicht möglich ist, kann man die Zeit auch auf 2 x 15 Minuten lange Intervalle teilen. Weitere Informationen über Walking können Sie auf der NEWSTART®-CD oder unter www.walking.de finden.

Quelle: Dieter Grabbe, „Energy-Walking" . Ohne Mühe schlank, fit und voller Energie.
Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3720524205 und NEWSTART®

Dr. med. Peter Pribis, Dr.P.H.


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